Energieeinsparungen dank intelligenter Türen und Tore

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Es ist kein Geheimnis, dass man durch die Wahl der richtigen Automatiktür oder des optimalen Industrietores Energie sparen kann. Doch überraschenderweise sollte dabei der U-Wert nur eine kleine Rolle spielen.

Energieverbrauch von automatischen Schiebetüren und Toranlagen reduzieren

Die Reduzierung des Energieverbrauchs beim Betrieb von automatischen Schiebetüren und großen Toranlagen rückt immer stärker in den Vordergrund. Doch Veränderungen können ihre Zeit brauchen, besonders in unserer Branche. Bei allen technischen und stilistischen Innovationen, die es in den vergangenen Jahrzehnten gab, haben sich die Türen und Tore selbst kaum verändert. Und das gilt meistens auch für die Art und Weise, wie wir Torhersteller über sie und das Thema Energieverbrauch denken.

Doch es gibt eine Veränderung, die längst überfällig ist. Unser Unternehmen hat sich damit seit Jahren beschäftigt und sogar unser Unternehmensname spiegelt das wider. Als wir uns für den Namen ASSA ABLOY Entrance Systems anstelle von ASSA ABLOY Door Systems entschieden, wollten wir damit zeigen, dass Tür und Tor selbst nur einen Teil einer gesamten Eingangslösung darstellt.

Warum steht aber immer noch die Automatiktür oder das Industrietor alleine im Mittelpunkt, bei uns ebenso wie in der ganzen Branche? Und warum ist insbesondere der U-Wert einer Schiebetür oder eines Sektionaltores oft der einzige Maßstab, wenn es um die Energiekosten eines Gebäudes geht? Die effiziente Reduzierung des Energieverbrauchs lässt sich nicht nur alleine daran messen.

Was U-Werte bei der Energieeinsparung übersehen

Automatische Türen und Tore sind zweifellos ein wichtiger Faktor, wenn es um Energieeinsparung und das Energieprofil eines Gebäudes geht. Tatsächlich sind sie viel ausschlaggebender für mögliche Energieeinsparungen, als die meisten von uns denken. Maßgeblich sind dabei jedoch andere Eigenschaften als wir selbst oftmals denken.

Als Branche haben wir in der vergangenen Zeit bereits große Fortschritte bei der Konstruktion von Türen und Toren sowie den verwendeten Materialien gemacht. Vor allem haben wir große Verbesserungen beim U-Wert erreicht, dem Maß für die Dämmung einer Toranlage. Und als der Druck, Energieeinsparungen zu erhöhen und den Energieverbrauch von Gebäuden dauerhaft zu reduzieren, zunahm, wurde der U-Wert zu so etwas wie das Mantra der gesamten Branche.

Doch beim Blick auf den U-Wert gibt es einen wichtigen Aspekt, der nicht berücksichtigt wird: Die Dämmung zählt nur, wenn die Tür oder das Tor geschlossen ist.

Energieverbrauch senken: Zeit ist der ausschlaggebende Faktor

Wie schnell wird der U-Wert einer Automatiktür oder eines Industrietores durch das Offenstehen derselben aufgehoben? Die Antwort ist erschreckend. Nach aktuellen Untersuchungen muss z.B. eine Schiebetür nur drei Minuten pro Stunde offen stehen, um den U-Wert irrelevant zu machen. Eine Zeitspanne, die vor allen in der Industrie und Logistikunternehmen deutlich überschritten wird.

Angesichts dieser Erkenntnis ist unser Vertrauen in den U-Wert häufig fehl am Platze, um ausschließlich daraus den Energieverbrauch einer Eingangslösung zu berechnen. Bei den meisten Ein- und Ausgängen ist es schließlich üblich, dass die Tore und Türen auch einmal offenstehen. Viele automatische Schiebetüren, wie etwa die von Supermärkten oder Lebensmittelgeschäften werden täglich sehr oft geöffnet. Und die Sektionaltore, die logistischen Zwecken dienen, stehen sehr wahrscheinlich länger als drei Minuten am Stück offen.

Folglich erscheint die Entscheidung für eine energieeffiziente Tür- oder Toranlage als unlogisch oder zumindest unzureichend. Eine weniger stark gedämmte Tür, die sich jedoch schnell öffnet und schließt, ist daher die bessere Alternative im Hinblick auf den Energieverbrauch eines Gebäudes.

Energieeffizienz und Energiesparen sind ein Balanceakt

Wie können wir also aus Sichtweise der Energieeffizienz eine gute Wahl in puncto Tür- und Toranlagen treffen, um tatsächlich ideale Voraussetzungen zum Energiesparen zu schaffen? Einfach gesagt: Wir müssen alle Schlüsselfaktoren mit einbeziehen.

Neben dem U-Wert sind das vor allem:

  • Luftdurchlässigkeit (Luftaustritt)
  • Stromverbrauch
  • Luftinfiltration (Öffnungs-/Schließgeschwindigkeit)

Der letzte dieser Faktoren, die Luftinfiltration, ist eng mit der Tür- und Torautomatisierung verknüpft. Dies ist auch der wichtigste Faktor für energieeffizientes Energiesparen, denn mit ihm lässt sich die Zeit bestimmen, wie lange die Tür oder das Tor bei jedem Zyklus offen steht. Dennoch müssen alle diese Faktoren zusammen mit dem U-Wert berücksichtigt werden, um genau die perfekte Lösung zu finden, mit der am meisten Energie eingespart werden kann.